close
Tel 052 620 11 11

Etappe12-20

erstellt: 29.07.2017

Das Reisen in Estland mit dem Fahrrad ist völlig entspannend, wenig Verkehr und ein grundsätzlich angepasster Fahrstil der Automobilisten lässt einem viel Raum auf der Strasse um den Gedanken nachzuhängen..

Tallinn, bis 1918 Reval genannt, ist mit ihrer schmucken Altstadt wirklich sehenswert und auch was die Grösse betrifft überschaubar. Viele Gebäude mit schönen Cafes wurden bereits aufwändig restauriert. Die Wirtschaftsstruktur wurde nach skandinavischem Vorbild eingerichtet. Unternehmen wie Nokia, Philips, Ericsson oder SEB, Swedbank, Nordea und Sampo wurden angesiedelt.

Nach weiteren rund 100 km, die ersten 1000 haben wir bereits hinter uns gelassen, steuerten wir in Rohuküla die Fähre zur Insel Hiiumaa an.

Die Inseln Hiiummaa (Dagö), Saaremaa (Ösel) und Muhu (Mohn) sind traumhaft schön, sehr sauber, praktisch keine Autos, viel Wald, weisse Sandstrände und einfache Campingzonen mit Plumsklo, Grillierstellen und Abfallcontainern.

In Tahkuna Nina, Hiiumaa bestiegen wir den ältesten und nördlichst gelegenen Leuchtturm von Estland und fuhren zur Steilküste Pammana Pank, Saaremaa. Wir begegneten einer jungen estischen Hochzeitsgesellschaft und wurden zu Speis und Trank eingeladen. Bei Kuressaare machten wir einen Halt und besichtigten die eindrückliche Arensburg. Bereits in Russland trafen wir einen deutschen, dann in Estland einen kanadischen, zwei polnische, einen tschechischen mit Hochrad, einen schottischen Radfahrer und sogar eine lettische Soldatin auf den Touren- oder Trekkingvelos..

Zufällig besuchten wir ein estisch orthodoxes Kloster und kauften bei einer ganz in schwarz gehüllten Nonne einen frischen Holundersirup.

Wir erkundeten einen riesigen Meteoriten Krater als See bei Kaali und wurden auf der Insel Muhu zu verschiedenen selbst gebrannten Schnäpsen (Moltebeere, Sanddorn) eingeladen..

Wir übernachteten an super schönen Stränden und Seen und besuchten das einzige Velomuseum in dieser Art des Baltikums (viele Exponate aus deutscher, lettischer und sowjetischer Produktion um 1890-1960), schlemmten in der Sommerstadt Pärnu und schliesslich ruhten wir uns drei Tage in Riga aus.

Etappe 12: Tallinn City Camping - Jalukse (ca. 98 km, 275 hm)

Etappe 13: Keedika - Haapsalu-Heltermaa (Fähre: Insel Hiiumaa) - Kärdla (ca. 74 km, 130 hm)

Etappe 14: Kärdla - Lehtma - Söru-Triigi (Fähre: Insel Saaremaa) - Leisi (ca. 95 km, 150 hm)

Etappe 15: Pammana - Panga Pank - Arensburg/Kuressaare (ca. 84 km, 166 hm)

Etappe 16: Muratsi - Kaali - Insel: Muhu (ca. 87 km, 110 hm)

Etappe 17: Muhu - See: Ermistu Järv (ca. 82 km, 150 hm)

Etappe 18: Ermistu Järv - Pernau/Pärnu - Kabli (ca. 108 km, 111 hm)

Etappe 19: Kabli - Ikla - Ainazi (Lettland) - Saulkrasti (ca. 98 km, 190 hm)

Etappe 20: Saulkrasti - Riga Riverside Camping (ca. 67 km, 230 hm)